Hier die klassischen Todsünden, die Sie bei einer Rede oder Präsentation begehen können.

Dazu ist eines wichtig zu wissen:

  1. Optisches Signal schlägt akustisches Signal.
  2. Wir sprechen langsamer als wir lesen.
  • Wenn Sie also Bilder oder noch intensiver Text zeigen – dann werden 90% Ihres Publikums lesen und nicht zuhören!
  • Wenn Sie alles, was Sie sagen als Text sofort zeigen – dann werden alle den ganzen Text lesen
  • Sobald alle den Text gelesen haben, hören Sie Ihnen wieder zu und stellen fest, dass Sie gerade am Anfang beim Erzählen sind, während die Zuhörer schon die ganze Information haben. Ab jetzt kehrt das ein, was wir nie wollen: Langeweile!

Deshalb gilt

  • Wenn Sie in Ihrer Rede / Präsentation Text zeigen, nie ausformuliert!
  • Ausnahme: Zitate, Gesetzestexte etc.
  • In diesen Fällen: Erst lesen lassen, dann reden
  • Im Zweifel: Ein Klick oder ein Slide mehr kostet nichts!
  • Niemals „betreutes Lesen“ + die Schriftgröße muss der Lesbarkeit dienen

An dieser Stelle ein Grundgesetz: Alles, was vorne gezeigt wird, ist Bühne!
Sie können nichts zeigen und glauben, dass es nicht wahrgenommen wird. Besonders spannend ist das zum Beispiel bei Fußnoten. Vortragende glauben, dass sie winzige Schriften einblenden können ohne dass das Wirkung erzeugt. Das tut es aber. Und diese Wirkung nennt man „Ablenkung“ – wenn alle mit zugekniffenen Augen da sitzen und etwas zu entziffern versuchen.
Wenn Sie beispielsweise Quellen zu wissenschaftlichen Studien angeben. Schreiben Sie diese entweder groß und beziehen Sie sich darauf, dann ist es Inhalt. Oder fügen Sie am Ende oder beim download ein Slide ein, auf dem alle Quellen stehen.
Ohnedies unleserliche Fußnoten bringen nichts außer Ablenkung.