Was früher teuer und aufwändig war, ist heute billig(er) und schnell machbar: Der eigene Videodreh. Als Firmenpräsentation, als Videoblog, als Möglichkeit, sich den potentiellen Kunden zu zeigen.

Wenn Sie keinen Wert auf professionelle Wirkung legen, ist die Sache simpel: Setzen Sie sich einfach vor irgendeine Kamera, ohne Mikrofon, überlegen Sie nicht lange und schon kann der sinnlose Videodreh losgehen.

Oder Sie beherzigen einige Tipps und machen es richtig.

Tipp 1: Die Inszenierung

Jeder Auftritt – egal ob auf einer Bühne, im Fernsehen oder im Internet ist anders als eine ganz normale Unterhaltung. Durch den Rahmen erhalten Sie mehr Gewicht, mehr Bedeutung. Es reicht also nicht, sich einfach hinzusetzen wie man gerade gekleidet ist. Machen Sie sich frisch, schauen Sie auf Ihre Frisur. Allenfalls kann ein wenig Puder nicht schaden. Überlegen Sie sich, ob Sie sitzen oder stehen – und wo Sie sitzen oder stehen. Vor einem neutralen Hintergrund, an einem interessanten Ort. Oder gar in der Greenbox. Wählen Sie Ihre Kleidung mit Bedacht und Rücksicht auf Ihre Zielgruppe. Vergessen Sie nicht: In den ersten 1 bis 3 Sekunden steht Ihr Image fest, egal was Sie sagen. Stellen Sie sich eine Frage: Was soll nach 3 Sekunden ein Kunde über mich sagen?

Tipp 2: Beim Videodreh macht der Ton die Musik

Sie müssen für Ihren Videodreh einen perfekten Ton haben. Eingebaute Mikrofone in Laptops, Kameras, Handys liefern diesen niemals. Sie klingen blechern, der Raum ist hallig. Dadurch verlieren Sie emotionale Nähe und Professionalität (gerade der Sound landet in Sachen Wirkung direkt im Unbewussten). Fragen Sie bei Kamerateams nach, wie wichtig ihnen der Ton ist. Wird ein Ansteckmikrofon verwendet, ein Galgenmikrofon? Und vor allem: Stehen Mittel zur Verfügung, um Hall zu dämmen, falls vorhanden? Das ist natürlich der Vorteil an einem professionellen Studio – hier ist der Sound meist perfekt.  Wenn Sie selbst drehen: Hohe Räume mit viel Glas und harten Materialien hallen stark, Teppiche, Vorhänge dämpfen.

Tipp 3: Das Bild

Sparen Sie nicht am Equipment. Sie müssen für Ihren Videodreh jedenfalls HD Auflösung nutzen (übrigens rankt das auf YouTube besser als schlechte Videos). Verwenden Sie ein Stativ, damit die Kamera sauber steht. Ihr Kopf und die Kamera sollten etwa auf gleicher Höhe sein. Eine saubere Ausleuchtung ist wichtig – zumindest brauchen Sie eine Videoleuchte. (Das sogenannte Scheitellicht sorgt dafür, dass Sie einen „Stern“ in den Augen haben – was Sie lebendiger aussehen lässt). Auch hier gilt: Ein wenig Geld ausgeben wird das Resultat massiv verbessern.

Mehr Informationen zum Thema „Sprechen vor der Kamera“ finden Sie unter Mediencoaching.

Im zweiten Teil gehts um diese Fragen: Soll man frei sprechen? Ist Teleprompter lesen schwierig? Und wie lange soll ein Video dauern.

 

Zum Thema:

Frei Reden? – Der Videodreh Teil 2 | Stroytelling, Witze und Mäander | Dialekt rules. Fast immer. |